Umschulung und Ursachen


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SGD Studiengemeinschaft Darmstadt Was ist unter einer Umschulung eigentlich zu verstehen? Umschulungen sind letztendlich eine Form der Weiterbildung, es ist allerdings zu beachten, dass es sich bei einer Umschulung nicht selten um eine freiwillige Weiterbildung handelt. Ursachen einer Umschulung sind unter andere gesundheitliche Gründe die es einen nicht ermöglichen seinen erlernten Beruf weiterhin auszuführen. Aber auch das zulange ab wesen sein eines erlernten Berufes kann zu einer Umschulung führen.  Aber auch die ständig steigende Rationalisierung eines Berufes kann dazu führen das eine Umschulung erforderlich ist. Als Beispiel seien hier Berufe genannt die durch, zum Beispiel technische Innovationen, nicht mehr vermittelbar sind, daher auch keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt besitzen.

Vor allem für Arbeitnehmer die aus gesundheitlichen Gründen gezwungen sind eine Umschulung zu absolvieren, trifft es oft sehr hart. Denn nicht selten gehen solchen gründen Arbeitsumfälle oder Allergien voraus. Denken Sie als Beispiel an den Bäcker der im Laufe seines beruflichen Werdeganges eine Lebensmittelallergie entwickelt. Oder auch an den Bauarbeiter der einen Bandscheiben oder Wirbelsäulen Schaden erleidet. Meist ist es so, dass Menschen die von solchen Umfällen betroffen sind Ihren Beruf nicht mehr ausführen können und eine andere Möglichkeit finden müssen um Ihr Einkommen bestreiten zu können.

Selbiges trifft Übrigens auch für Berufe zu, die aussterben, hier sei  zum Beispiel der Bergarbeiter im Ruhrgebiet genannt. Anstatt neuer Einstellungen, werden im Gegenteil immer mehr Stellen abgebaut, so dass nur eine Umschulungen vor Langzeitarbeitslosigkeit bewahren kann.
Doch Über wenn kann man sich nun Umschulen lassen? Leider ist es so, dass Deutschland ein großer bürokratischer Irrgarten ist und selbst Ämter teilweise gar nicht wissen wer wo für zuständig ist. Als Faustregel kann man aber folgende Aussage treffen. Wenn ein Arbeitnehmer durch einen Arbeitsunfall seinen erlernten  Beruf nicht weiter ausführen kann übernimmt in der Regel die Rentenkasse die Kosten der Umschulung. In Fällen von ungelernten, berufen die keine Chance auf den Arbeitsmarkt besitzen und ähnlichen  ist in der Regel die ARGE oder Agentur für Arbeit zuständig. Diese hat dann die Möglichkeit eine Umschulung mittels Bildungsgutschein in die Wege zu leiten. Wichtig ist hierbei, dass nachgewiesen worden ist, dass eine Vermittlung in den alten Beruf nicht mehr möglich ist. Eine weiter Gruppe die von Umschulungen betroffen ist, sind Zeitsoldaten, bei diesen ist es allerdings vom Gesetzgeber geregelt, dass der Bund für die Wiedereingliederung in das Zivilleben zuständig ist. Die Übernahme der Kosten der Umschulung bei Bundeswehrangehörigen richtet sich nach den absolvierten Dienstjahren des Soldaten.  

Sollten auch Sie davon betroffen sein und durch welche Gründe auch immer in Ihrem alten Beruf nicht mehr Fuß fassen können. Sie unsicher sind welcher Beruf für Sie in Frage kommen würde und  Zukunft mit sich bringt oder auch welche alternativen sich anbietet. Ihnen möchten wir empfehlen zum einen nicht aufzugeben, zum anderen die Möglichkeiten zu nutzen die Ihnen der Staat bietet. Im normalen Fall werden Sie von Ihrem Betreuer der Agentur für Arbeit kompetent beraten und auf Möglichkeiten hingewiesen. Sollten Sie allerdings das Gefühl haben nicht ernstgenommen zu werden oder  genötigt werden etwas zu tun was Sie nicht wollen, lassen Sie es nicht auf sich sitzen. Der Gesetzgeber schreibt vor das jeder Arbeitsvermittler alle Ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen muss um eine Integration ins Berufsleben zu ermöglichen. Sie als Arbeitssuchender haben jederzeit die Möglichkeit Ihren Betreuer zu wechseln oder sich bei dessen Teamleiter zu beschweren. Nutzen Sie die Möglichkeiten die Ihnen zur Verfügung stehen. Wenn es sein muss auch mit rechtlichen Beistand.